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Zünfte in Europa und in der Schweiz

Im Jahre 1099 wurde im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation, zu welchem auch die Schweiz gehörte, die erste Zunft gegründet. Die Weber der Stadt Mainz schlossen sich zwecks Wahrung und Förderung der Interessen ihres Berufsstandes zu einer Vereinigung zusammen. Durch den Einfluss der Strassburger Zünfte verbreitete sich die Zunftidee auch in der deutschen Schweiz. Basel und Zürich wurden wichtige Zunft-Hochburgen und waren wegweisend für andere Städte wie Luzern und Zug.

UNSERE GESCHICHTE

 

Zünfte in Zug

Das Zunftwesen in Zug entwickelte sich ab dem Ende des 14. Jahrhunderts. Der älteste erhaltene Zunftbrief der Stadt Zug datiert vom 18. Juli 1398 und betrifft die1863 aufgelöste Zunft der Ledergerber und Schuhmacher. Heute bestehen in Zug wieder fünf Zünfte, nachdem manche alte Zünfte den Umbruch von 1798 mit dem Verbot des Zunftwesens nicht überlebt hatten. Sie sind mittlerweile Gesellschaften mit Mitgliedern aus allen Berufsgattungen und pflegen Tradition und das gemütliche Beisammensein.

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Zunft der Schreiner, Drechsler und Küfer der Stadt Zug

In einer Zeit, da das Zunftwesen auf dem Höhepunkt seiner Bedeutung stand, erfolgte in Zug am 29. September 1585 die Gründung der Zunft der Tischmacher. Neben den Schreinern stellten die Drechsler den zweiten Berufsstand der alten Zunft. Die erste Erwähnung der Drechsler stammt aus dem Jahr 1650, die Eingliederung in die Schreinerzunft erfolgte aber später; das genaue Datum kann trotz einiger Protokolle nicht definitiv festgelegt werden. Gewissheit besteht dagegen, dass 1771 die Drechsler in der Schreinerzunft integriert waren.

 

Erst am 18. Februar 1811 wurde erstmals in der Person von Johannes Brandenberg ein Küfer in die Zunft aufgenommen. Sie nannte sich fortan «Schreiner, Drechsler und ältere Küferzunft».

Quellenverzeichnis: Buch «Die Zunft der Schreiner, Drechsler und Küfer der Stadt Zug 1585 - 1985 von Christian Raschle, 1985